In der letzten Novemberwoche traf sich der Ortsvorstand der CDU Wäschenbeuren zu seiner für 2019 abschließenden Sitzung in der TSV-Gaststätte. Schwerpunktthema war die Diskussion und das initiierte Bürgerbegehren zum Gebiet "Heubeund-West".

Die Vorstandmitglieder dankten für die schnelle Reaktion der CDU Wäschenbeuren in dieser Sache (siehe bspw. Pressemitteilung "Für einen ergebnisoffenen Dialog" auf cdu-waeschenbeuren.de).

Die Diskussion zu diesem Thema fasste der Vorsitzende Benjamin Wahl so zusammen: "Wir gestalten und wollen mit den Bürgern unsere Gemeinde gemeinsam weiterentwickeln, statt zu verhindern und von vorne rein auszuschließen." Die vorgetragenen Argumente für das Bürgerbegehren und den Ausschluss des Baugebiets Heubeund-West überzeugten die Vorstandmitglieder nicht; Denn gerade erst jüngst hätten die vielen Bewerbungen für Bauplätze im Bereich Heubeund IV gezeigt, dass es ein großes Interesse von Familien gibt, sich in Wäscheneburen niederzulassen oder nach der Ausbildung in den Heimatort zurückzukehren. Viele Generationen wohnten im Ort harmonisch zusammen. Dabei steht die CDU klar für das Recht auf Eigentum ein und wolle niemanden vorschreiben, wo und wie er wohnen solle. Die vielen Gespräche mit Grundstückeigentümern durch Gemeindeverwaltung und Mitgliedern des Gemeinderats in den vergangenen Jahren hätten gezeigt, dass es nur sehr begrenzt Bewegung gäbe bei der innerörtlichen Bebauung. Auch diese Freiflächen tragen, solange diese baulich (noch) nicht genutzt werden, zum charmanten Ortsbild Wäschenbeurens als ländliche Gemeinde bei. Da außer dem Aufstellungsbeschluss nach Paragraf 13b Baugesetzbuch keine weiteren konkreten Planungen für ein Baugebiet Heubeund-West vorliegen, ärgerten sich die Anwesenden über die Argumentation und Benennung von konkreten Zahlen von Bauplätzen und Bebauungsart oder möglichen Straßenführungen in der Kommunikation zum Bürgerbegehren: alles Punkte, die mit ausreichend Zeit gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern besprochen und entwickelt werden könnten. Daher provoziere das Bürgerbegehren geradezu bei einem existenziellen Thema wie Wohnraum eine zugespitzte und verkürzte Problematisierung ohne konkrete (alternative) Lösungen.

Einig war sich der CDU-Vorstand: Wir wollen, dass alle Interessen von Bürgerinnen und Bürgern gehört werden und im Sinne des Gemeinwohls sach- und lösungsorientiert erörtert werden. dazu gehöre ein Ausgleich der verschiedenen Interessenlagen. "Eine Zuspitzung des Themas Gemeindeentwicklung am Beispiel des Gebiets Heubeund-West auf die Antwortmöglichkeiten 'Ja' oder 'Nein' greift da zu kurz. Verantwortungsvolles Handeln setzt auf Information, Zuhören, Austausch und Dialog. Das braucht Zeit und eine solide und sachlich ausgewogene Grundlage und einen gemeinsam vereinbarten, transparenten Fahrplan. Deshalb sehen wir das Bürgerbegehren und ein Bürgerentscheid in den nächsten Wochen sehr kritisch", so Wahl zum Schluss der Sitzung.

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